Mehr Heimische Orchideen - D.O.G. Gruppe München-Südbayern

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Mehr Bilder von Erdorchideen in Südbayern:
Eine weitere ganz andere Orchideenart zeigen die Bild rechts und unten. Ophrys insectifera, die Fliegenragwurz. Die ganze Blüte ist nur 1 bis 2 cm groß und steht einzeln oder zu mehreren am Blütenstand. Sie wächst ganz unscheinbar zwischen Gräsern, wird an diesem Standort kaum über 20 cm hoch. Diese Ophrys bevorzugt wenig feuchte aber nie ganz austrocknende Böden. Da sie helle Standorte bevorzugt, sind Magerwiesen mit dünnem, kurzen Bewuchs auf Kalkboden ihr bevorzuges Habitat.
Wie man an diesen Bildern sieht, gehen die Blüten nacheinander auf; die ältesten unten sind bereits vertrocknet, in der Mitte färben sich die Blüten bereits langsam braun, während am oberen Ende des Blütentriebs neue Blüten mit intensiver Färbung aufgehen.
Corallorhiza trifida, die Korallenwurz. Sie liebt einen schattigen Platz mit viel Luftfeuchte, am liebsten auf saurem Boden von Nadelwäldern, dichte Laubwälder werden aber auch akzeptiert. Generell braucht diese Orchidee einen feuchten Standort. Variationen gibt es nur in der Anzahl und Platzierung der roten Flecken. Die Bilder hier zeigen Pflanzen auf etwa 1.300 m Seehöhe.
Auch dieses Bild rechts zeigt eine Corallorhiza trifida, aber von einem anderen Standort. Der liegt etwas niedriger als der der Exemplare weiter oben, nur etwa 900 m hoch.
Die nächsten Bilder zeigen verschiedene Arten von Knaben- kräutern, Orchis und Dactylorhizen, z. T. im Alpenvorland, zum Teil in den Bayerischen Alpen ansässig. Diese Orchideen- arten findet man häufig, wegen Ihrer leichten Kultivier- barkeit finden sich auch viele Labornach- züchtungen und neue Hybriden in Gärten. Die hier sind allerdings am natürlichen Standort.
Knaben- kräuter sind relativ häufig anzutreffende Orchideen und weisen sehr vielfältige Variationen in Farbe, Zeichung und Form der Blüte auf. Hier einige Beispiele von dunkel lila bis zu fast rein weiss.
Wiederum auf 1.500 bis 1.600 m wachsen diese Pseudorchis albida mit ihren zahlreichen kleinen weissen Blüten am Blütenstiel. Der deutsche Name lautet Weiße Höswurz.
Auch dies hier sind die Pseudorchis, aufgenommen an einem anderen Standort, auf etwa 1.300 m gelegen.
Stammen die bisher gezeigten Bilder von Orchideen aus höheren Lagen südlich von München, gibt es auch nördlich der Stadt in Lagen unterhalb von 500 m Orchideen zu sehen. Dort gibt es noch Heideflächen, die für Orchideen geeignete Standorte darstellen.
Zu den ersten Arten im Jahr auf diesen Flächen, meist schon im April,  gehört Anacamptis morio. Meist tief violett gefärbt, gibt es selten auch die alba-Form, bis auf die typische streifenförmige Zeichnung rein weiss.
Nach den frühblühenden Anacamptis zeigen sich die Dactylorhizen, im Mai. Die beiden untenstehenden Bilder zeigen Dactylorhiza incarnata.
Die neben- stehenden Bilder zeigen Dactylorhiza fuchsii, auch im Mai.
Seltener als die häufig anzutreffenden Dactylorhiza fuchsii ist die Orchis militaris, das "Helmknabenkraut". Auch diese Orchidee blüht hier schon im Mai.
Wenn die Dactylorhizen schon den Höhepunkt ihrer Blütezeit überschritten haben, gehen im Juni die Gymnadenia-Orchideenarten auf. Die beiden nächsten Bilder unten zeigen links Gymnadenia graminea und rechts Gymnadenia odoratissima.
Links und rechts zu sehen Gymnadenia conopsea.
... und diese beiden Bilder zeigen Gymnadenia densiflora.
Und zum Schluss der einzige bei uns heimische Frauenschuh, Cypripedium calceolus.
Horste, natürlich gewachsen. Die Bilder stammen von sehr unter-schiedlichen Gegenden, von ca. 600 m über NN bis hin zu 1.300 m über NN!
Auch in den niedrigen Lagen nördlich von München, so auf rund 400 m, wachsen Frauenschuhe. Sie blühen dort aber bis zu 4 Wochen früher als die Exemplare in den Bildern oben, schon zeitig im Mai, und oft mitten im dichten Gras auf Lichtungen, nicht so frei wie im Gebirge.
 
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